Rückenschmerzen und Röntgenaufnahmen

Rückenschmerzen Figur Schmerz

Röntgenaufnahmen als Allheilmittel?

Wer Schmerzen hat, sucht Hilfe und hofft auf Erleichterung. Doch in vielen Fällen geht die Ursachenforschung in eine falsche Richtung. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass 27 Prozent aller gesetzlich Versicherten vier Mal im Jahr – teilweise auch noch öfter – einen Arzt wegen Rückenschmerzen aufsuchen. Oft ist der Arztbesuch allerdings unnötig, denn von den jährlich mehr als 38 Millionen rückenschmerzbedingten Besuchen bei Haus- oder Fachärzten und den dabei veranlassten sechs Millionen Bildaufnahmen wären viele vermeidbar.

Warum sind Röntgenaufnahmen oft überflüssig?

Rund 70 Prozent der Rückenschmerz-Geplagten glauben, dass der Arzt durch Röntgen die Ursache ihres Schmerzes findet. Doch die Realität sieht leider anders aus: Nur bei etwa 15 Prozent entdecken Ärzte tatsächlich durch eine Röntgenaufnahme den Grund für die Rückenschmerzen. Die Aufnahmen verbessern also meist weder die Diagnostik noch die Behandlung.

Was ist die Gefahr?

„Oft werden die Befunde der Bildgebung überbewertet. Dies führt zu unnötigen weiteren Untersuchungen und Behandlungen, zur Verunsicherung des Patienten und kann sogar zur Chronifizierung der Beschwerden beitragen“, so Prof. Dr. Jean-Francois Chenot von der Universität Greifswald. Als Ergebnis der Studie fordert die Bertelsmann Stiftung, dass vor einer Röntgenaufnahme eine gründlichere körperliche Untersuchung und ein ausgiebiges Gespräch zwischen Arzt und Patient stehen müsse.

Alternative Behandlungsformen

Wenn Patienten ein Röntgenbild zur ersten Behandlung mitbringen, werfen Osteopathen – wenn überhaupt – meist nur einen kurzen Blick darauf. Viel wichtiger ist, was der Körper durch seine Haltung selbst zum Ausdruck bringt. Die Ursache des Symptoms „Rückenschmerz“ finden Osteopathen mit ihren Händen und Augen. Und im Gespräch. Denn auf eine Rückfrage des Therapeuten konnte noch kein Röntgenbild antworten ...

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns an unter Tel. 0511 6405773. Wir sind gerne für Sie da.

 

Seniorensport – fit bleiben auch im Alter

SeniorenFit Kurs Übungsraum

Körperlich fit und geistig rege – vermutlich jeder hat den Wunsch, auch im Alter das Leben mit möglichst wenigen Einschränkungen zu genießen. Leider steigt die körperliche Belastung durch Krankheiten wie Osteoporose, Rückenleiden oder Probleme durch künstliche Gelenke mit zunehmendem Alter an. Doch gerade dann, wenn die Kräfte im Alltag schneller nachlassen, ist Schonung meist die falsche Therapie. Häufig ist es deutlich sinnvoller, mit gezielter Bewegung gegenzusteuern.

Wer rastet, der rostet

Bewegung stärkt Herz und Kreislauf, hält mobil und schlank und wirkt sich nicht nur physisch, sondern auch psychisch positiv aus. Durch die körperliche Mobilisierung und Stabilisierung gewinnen gerade Seniorinnen und Senioren Vertrauen in ihre motorischen Fähigkeiten und damit Sicherheit im Alltag. Und da es gemeinsam mehr Spaß macht als alleine, haben wir für Menschen ab 70 Jahren, die fit bleiben und ihren Körper trainieren wollen, denen jedoch Fitnessübungen auf einer Gymnastikmatte schwerfallen, einen neuen Kurs im Angebot: SeniorenFit.

Neues Kursangebot

Alle Übungen werden im Gehen, Stehen oder Sitzen ausgeführt. Der Kurs startet ab dem 27.7.2017. Das Training findet in einer kleinen Gruppe unter fachkundiger Leitung nach dem Konzept der Neuen Rückenschule der Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR) statt. Die Übungen werden individuell abgestimmt, sodass Sie gefordert, aber nicht überfordert werden. Jede Stunde beginnt mit einem Aufwärmtraining, das auch koordinative und gleichgewichtsfördernde Elemente enthält. Im Anschluss bewegen und kräftigen wir den gesamten Körper. Dabei arbeiten wir auch mit Kleingeräten und in Partnerübungen. Am Ende sorgt eine Entspannungsphase für einen sanften Ausstieg aus der Trainingsstunde.

Es handelt sich hierbei um einen Präventionskurs nach § 20 SGB V. Bei 80 % Teilnahme bezuschussen die gesetzlichen Krankenkassen diesen Kurs 1- bis 2-mal jährlich mit ca. 80 % der Kursgebühren. Bitte klären Sie dies vorher noch einmal mit Ihrer Krankenkasse ab.

Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an. Sie erreichen uns telefonisch unter 0511 6405773. Hier finden Sie die Online-Anmeldung für den Kurs SeniorenFit.

Faszien – ein unterschätztes Organ (Teil 2)

In unserem letzten Blog-Beitrag haben wir die Bedeutung der Faszien und die Auswirkungen auf den menschlichen Körper bei Störungen des Faszien-Systems, wie Verkürzungen, Verklebungen oder Verhärtungen, vorgestellt.

Mithilfe von Sport, Gymnastik oder anderen herkömmlichen Bewegungsarten ist es leider nicht möglich, bestehende Beeinträchtigungen des Fasziengewebes aufzulösen. Bei konkreten Schmerzen und Problemen kann Ihnen daher eine osteopathische Behandlung helfen. Der Osteopath konzentriert sich nicht auf einzelne Symptome, sondern immer auf den ganzen Menschen. Er kann die Faszien ertasten und ihrem Verlauf folgen. Aus ihrem Zustand und ihrer Beweglichkeit kann er auf Bewegungs- und Funktionsstörungen in einzelnen Körperbereichen schließen, die verklebten oder verhärteten Faszienpartien lokalisieren und durch gezielte manuelle Therapie lösen und entspannen sowie Verkürzungen behandeln.

Als besonders hilfreiche Methode zur schnellen und gezielten Behandlung von Störungen des  Fasziensystems wurde das Faszien Distorsions Model (FDM) von dem amerikanischen Osteopathen und Notfallmediziner Steven Typaldos D.O. entwickelt. Mit seiner Methode gelang es, Notfallpatienten sehr schnell zu helfen. Bei seiner Tätigkeit als Mediziner entdeckte er, dass die Gestik vieler Patienten bei der Beschreibung der Lage und des Verlaufs ihrer Schmerzen sehr ähnlich ist. Aus diesen Erkenntnissen leitet er 6 Faszienfehlfunktionen ab und entwickelte auf der Basis einer speziellen Diagnostik spezifische Behandlungstechniken für diese Fehlfunktionen ab. Die Körpersprache des Patienten leitet den Therapeuten, sodass die Therapie gezielt und schnell zum Erfolg führen kann. Mit FDM lassen sich viele Probleme des Bewegungsapparats sehr gut behandeln.

 4 Tipps, um Faszienproblemen entgegenzuwirken:

Tipp 1: Bewegung ist wichtig

Der Lymphfluss wird ausschließlich durch Muskelbewegung in Gang gehalten, daher ist das Lymphsystem auf eine ausreichende Aktivität der Muskeln angewiesen. Eine regelmäßige Bewegung sorgt für einen ungestörten Lymphfluss, hält das Fasziengewebe geschmeidig und beugt Beschwerden vor.

Tipp 2: Nutzen Sie die Faszienrolle

Eine Faszienrolle ist eine feste Schaumstoffrolle, die zur Massage des Fasziengewebes verwendet wird und dieses bei regelmäßiger Anwendung stimuliert und Verklebungen der Faszien vorbeugen kann.

Wichtig ist, den richtigen Härtegrad für Ihre Faszienrolle zu wählen. Sind Sie Anfänger und eher schmerzempfindlich? Dann entscheiden Sie sich für eine möglichst weiche Rolle. Je höher Ihr Leistungsniveau und Erfahrung ist und je schmerzunempfindlicher Sie sind, umso härter kann die Rolle sein.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Tipp 3: Nutzen Sie spezielle Kursangebote

Sehr hilfreich sind Übungen, die Ihre Faszien durch weiche, dynamische Übungen kräftigen und geschmeidig halten. Yoga, Pilates oder Tai Chi sind eine ideale Ergänzung zu den Übungen mit der Faszienrolle.

Wir bieten Ihnen auch einen speziellen Faszien-Kurs an. Mehr Infos finden Sie hier.

Tipp 4: Sitzen Sie Stress nicht aus

Stress ist ein weiterer Faktor, der zu Beschwerden des Fasziensystems führen kann. Bei Stress werden Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, ausgeschüttet und im vegetativen Nervensystem wird der Sympathikus aktiviert. Dieser versetzt unsere Körperfunktionen in erhöhte Leistungsbereitschaft. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden freigesetzt, wenn wir auf Stresssituationen reagieren. Die Faszien ziehen sich hierbei zusammen, ohne die Muskeln zu beteiligen. Wie ein dauerhaft gespanntes Gummiband können die Faszien ihre Flexibilität verlieren und sich verhärten. Die Folge sind Verspannungen und Schmerzen.

Zur Stressreduzierung sind spezielle Übungen, wie zum Beispiel Yoga, Qi Gong oder autogenes Training, äußerst hilfreich. Wir informieren Sie gerne über unser Kursangebot.

 

Faszien – ein unterschätztes Organ (Teil 1)

„Die Seele des Menschen mit all ihren Strömen puren Lebenssaftes scheint in den Faszien des Körpers zu fließen. (...) Ich kenne keinen Teil des Körpers, der es den Faszien als Forschungsfeld gleich tun kann. Ich glaube, dass sich beim Studium der Faszien mehr reichhaltige und goldene Einsichten auftun werden als bei irgendeinem anderen Aspekt des Körpers.“ (Andrew Taylor Still, Chirurg und Begründer der Osteopathie, 1899).

Immer häufiger wird der Begriff Faszien mit Schmerzen und Problematiken des Bewegungsapparates in Zusammenhang gebracht. Und das zu Recht – nicht selten liegen die Ursachen dafür in verklebten oder verhärteten Faszien und diese werden in ihren Auswirkungen auf den menschlichen Körper sehr häufig unterschätzt.

Das Fasziengewebe besteht aus feinen Bindegewebsfasern und liegt als schützende und stützende Haut über allen Muskeln, Organen, Gefäßen und Nervenbahnen im Körper. Quasi der gesamte Organismus wird über das Fasziengewebe zusammengehalten.

Wann können die Faszien Probleme bereiten?

Gerade Menschen, die die meiste Zeit ihres Berufsalltags sitzend verbringen oder Tätigkeiten nachgehen, die in ungünstigen Körperstellungen oder Zwangshaltungen ausgeübt werden müssen, verspüren oft die schmerzhaften Auswirkungen des sich dadurch verändernden Fasziengewebes. Ebenso können sich beispielsweise durch psychischen Stress, Operationen, Stoffwechselerkrankungen, Schonhaltungen, Verschlackungen sowie grundsätzlichen Bewegungsmangel die Faszien verkürzen und verhärten.

Auch die Lymphflüssigkeit wird durch die Faszien geleitet. Diese Flüssigkeit transportiert sowohl Nährstoffe in unsere Zellen als auch Abfallstoffe aus den Zellen heraus. Jede Muskelbewegung unterstützt dabei dieses wichtige Transportsystem. Wenn es aufgrund von Verspannungen oder Bewegungsmangel zu einem Stau der Lymphflüssigkeit kommt, können Faszien verkleben.

Sind die Faszien verkürzt, verklebt oder verhärtet, kann dies zu den unterschiedlichsten Beschwerden führen. Von Rückenschmerzen über Nacken-, Schulter-, Gelenk- oder Bauchschmerzen bis hin zu undefinierbaren Schmerzen.

Alle Faszien stehen miteinander in Verbindung und somit werden Spannungen und Unbeweglichkeiten in andere Körperteile übertragen. Eine verkürzte, verklebte oder verhärtete Wadenfaszie kann beispielsweise über die Beine einen Zug auf unseren unteren Rücken oder sogar die Schulter ausüben und dort zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Die Ursache eines Symptoms kann daher auch in einem Körperbereich liegen, den der Patient mit seinen Beschwerden gar nicht in Verbindung bringt.

Wie Sie gegen verkürzte, verklebte und verhärtete Faszien vorgehen können – insbesondere auch präventiv – verraten wir Ihnen in unserem nächsten Blog-Beitrag.

 

Auch bei chronischen Kopfschmerzen ist Hilfe möglich

Kopfschmerzen sind – nach Rückenschmerzen ­­­– die zweithäufigste Schmerzform. Es gibt sie in rund 220 Arten. Jeden von uns plagen sie gelegentlich. Die häufigste Art, die ca. 90 % der Betroffenen ereilt, ist der gelegentliche Spannungskopfschmerz. Die zugrunde liegenden Ursachen sind hierbei vielfältig. Meist handelt es sich um ein Warnsignal, mit dem der Körper uns anzeigt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dies könnte zum Beispiel bei Flüssigkeitsmangel, Stress, Schlafmangel, übermäßigem Alkoholgenuss oder Rauchen der Fall sein.

In diesem Fall helfen Ihnen:   

  • ausreichender Schlaf mit gleichbleibenden Schlafenszeiten
  • eine gesunde Ernährung
  • eine reichliche Flüssigkeitsaufnahme, vor allem von Wasser, Tee oder Saftschorlen
  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
  • der Genuss von wenig Alkohol
  • der Verzicht auf Nikotin
  • die Reduzierung von Stressfaktoren

Der chronische Kopfschmerz

Wenn der Kopfschmerz aber nicht nur gelegentlich, sondern an mindestens 10 Tagen pro Monat auftritt, kann man bereits von chronischen Kopfschmerzen sprechen. Meist führt der Weg erst dann zum Osteopathen, wenn bereits eine Odyssee an Arztbesuchen zurückgelegt wurde, auf der bisher keine Hilfe gefunden werden konnte. Wir führen eine ausführliche Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) sowie eine ganzheitliche Untersuchung durch. Häufig liegt die Ursache der Beschwerden in Problematiken des Bewegungsapparates, die durch eine osteopathische Behandlung beseitigt oder verbessert werden können.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

Frühjahrsmüdigkeit

Die Sonne lässt uns immer häufiger ihre ersten, wärmenden Strahlen spüren, die Natur erwacht zu neuem Leben, die Tage werden länger… aber anstatt nun mehr Energie und Tatendrang zu verspüren,  fühlen wir uns müde und ausgelaugt, wir kommen morgens kaum aus dem Bett. Aber woher kommt sie – diese lästige Frühjahrsmüdigkeit?

Bislang gibt es zu den Ursachen der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit nur wenige wissenschaftliche Studien. Auch wenn die Symptome, wie zunehmende Schläfrigkeit mit zufallenden Augen, Gähnattacken und Konzentrationsstörungen, durchaus real sind, gibt es keine medizinisch anerkannte Krankheitsdiagnose. Die Frühjahrsmüdigkeit gilt bislang nur als Befindlichkeitsstörung. Aber was liegt der Müdigkeit zugrunde?

Mögliche Gründe liegen in Zeitumstellung, Wetterumschwung und Jahreszeitwechsel. Biorhythmus und Hormonhaushalt des Körpers können durcheinandergeraten. Insbesondere wetterfühlige Menschen und solche mit niedrigem Blutdruck leiden häufiger an der Frühjahrsmüdigkeit. Unsere Gefäße reagieren auf unterschiedliche Temperaturen und müssen sich an Temperaturumstellungen langsam gewöhnen. Ist es draußen kalt, ziehen sie sich zusammen und verengen sich, ist es warm, weiten sie sich. Das hat Einfluss auf unseren Blutdruck: In weiten Gefäßen ist der Blutdruck niedriger als in engen. Und niedriger Blutdruck wiederum hat Symptome wie Müdigkeit, manchmal auch Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen zur Folge.

An diesen Stellschrauben können Sie drehen, um Ihrem Körper zu helfen, der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken:

  • Bewegen Sie sich möglichst viel, insbesondere an der frischen Luft. Das tut Ihnen jetzt besonders gut.
  • Ernähren Sie sich gesund und vitaminreich und füllen Sie Ihre Nährstoffspeicher auf. Trinken Sie möglichst viel Wasser und ungesüßte Tees, dafür aber wenig Alkohol.
  • Gönnen Sie sich viel Tageslicht. Wer viel im Büro sitzt, kann beispielsweise mit einem Spaziergang in der Mittagspause und einer Tageslichtlampe zu mehr Wohlbefinden beitragen.
  • Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf und achten Sie auf eine gute Schlafhygiene.
  • Aktivitäten mit Freunden bringen Ihnen frischen Schwung. Aber auch die Entspannung darf nicht zu kurz kommen.
  • Wechselduschen und Saunabesuche regen den Kreislauf an und fördern die Durchblutung.
  • Eine Entgiftung mit einer Detox-Kur kann den Körper unterstützen.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne!

 

Heuschnupfen – was tun?

Der Frühling ist in Hannover angekommen – alles beginnt zu grünen und zu blühen und die leidigen Pollenallergien melden sich pünktlich zu Beginn der warmen Jahreszeit zurück und machen Ihnen das Leben schwer. Als Heuschnupfen (Pollenallergie, saisonale allergische Rhinitis) bezeichnen Mediziner eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf Eiweiße verschiedener Pflanzenpollen. Davon betroffen ist fast jede fünfte Person in Deutschland.

Niesattacken, Schnupfen, juckende und brennende Nase und Augen, Atemwegsbeschwerden und Hautirritationen sind nur einige der Symptome einer Pollenallergie, die in unterschiedlicher Intensität auftreten kann. Aber auch Schlafprobleme und Konzentrationsstörungen sind nicht selten – Sie fühlen sich insgesamt schlapp und energielos. Insbesondere auch, weil das Immunsystem nun auf Hochtouren arbeitet und gegen die Allergene vorgeht.

Unbehandelt kann sich die Pollenallergie von der Nase auf die Atemwege ausbreiten und zu einem allergischen Asthma werden. Meist werden Allergiemittel (Antihistaminika), Nasensprays oder -spülungen und Augentropfen (oft mit Kortisonbestandteilen) zur Behandlung des Heuschnupfens eingesetzt. Eine weit verbreitete schulärztliche Behandlungsmethode ist die Hyposensibilisierung.

Eine weitere gute Möglichkeit, den Körper bei Heuschnupfen zu unterstützen, bietet die traditionelle chinesische Medizin (TCM). Hier wird Heuschnupfen als eine Schwäche der Abwehrenergie gesehen. TCM kann regulierend und stärkend eingesetzt werden, damit der Organismus mit weniger oder sogar ohne allergische Reaktionen seine Aufgaben übernehmen kann. Nach der ausführlichen Anamnese und Diagnostik stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

Körperakupunktur

Sowohl in der Akutphase als auch präventiv wird die Akupunktur als Qi-regulierende Maßnahme eingesetzt. Hier werden die Organsysteme, die sich im Befund gezeigt haben, behandelt.

Ohrakupunktur

Auch sie wird stärkend und harmonisierend für das Immunsystem eingesetzt. Besonders in der Akutphase kann sie für deutliche Linderung der Symptome sorgen.

Kräutertherapie

Individuell abgestimmte Mischungen helfen, das Immunsystem zu stärken und den Organismus zu regulieren. Dabei können Akutmischungen oder Mischungen zur Prävention eingesetzt werden.

Ernährung nach den fünf Elementen

Je nach Befund wird die Ernährung individuell angepasst und besprochen, welche Nahrungsmittel die Allergiesymptome verringern bzw. verschlechtern können.

Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen die zu Ihren Beschwerden passende Therapie. Sprechen Sie uns gerne an.

Sabine Korting

E-Mail info@korting-tcm.de

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Wenn Engel reisen, lacht der Himmel

Früher hieß es Betriebsausflug, heute sagt man Firmen-Event dazu. Und ein Event war es wirklich – unser Team-Wochenende, das uns dieses Jahr auf die wunderschöne Insel Norderney führte.

Fast die ganze Zeit war das Wetter perfekt: mit Sonne, wenig Wind und für diese Jahreszeit recht hohen Temperaturen. Dies tat natürlich sein Übriges für die ohnehin gute Stimmung im Team.

Die Anreise am Freitagnachmittag war – auch dank der vom Team mitgebrachten liebevoll zubereiteten Lunchpakete – kurzweilig und unterhaltsam. Als Volltreffer stellte sich dann auch unsere Unterkunft heraus: die Jugendherberge Norderney. Eine echte Empfehlung! Zimmer, Service und Verpflegung waren durchweg hervorragend.

Am Samstag stärkten wir uns mit einem leckeren Frühstück für eine ausgiebige Qigong-Einheit, die wir unter Anleitung unseres „persönlichen Coaches“ am sonnigen Strand durchführten. Bei der anschließenden Wanderung machten wir uns zur Milchbar und der Weißen Düne auf. Auch der beliebte Shopping-Trip kam nicht zu kurz. Die Insel war danach quasi leergekauft ... Am Abend rundeten ein leckeres Essen in der Surferbar und ein Absacker in der Börse den Tag harmonisch ab.

Am Sonntagmorgen machten wir noch gemeinsam einen abschließenden sonnigen Spaziergang am Meer und verabschiedeten uns schweren Herzens von der Insel.

Es war ein wunderbares gemeinsames Wochenende mit viel Sonne, Zeit für persönliche Gespräche, ausgedehnten Strandspaziergängen, Entspannung und Erholung und wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Gartenarbeit – Freude statt Belastung

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken nach draußen und wer einen Garten besitzt, wird den Tatendrang in sich spüren: der Rasen will auf Vordermann gebracht, einige neue Büsche gepflanzt und die Beete gepflegt werden.

Gartenarbeit macht Spaß und ist besonders für diejenigen, die im Berufsleben eher kopflastig arbeiten, der perfekte praktische Ausgleich. Das Arbeiten mit den Händen entspannt und macht ausgeglichen. Und die Belohnung ist schnell sichtbar: Wenn es im Garten grünt und blüht, wissen wir, dass sich unsere Mühe auszahlt.

Für unseren Körper kann Gartenarbeit jedoch auch belastend sein. „Wir merken hier in der Praxis, wenn die Gartensaison losgeht. Insbesondere die Akutsprechstunde ist meist ausgebucht. Viele Menschen haben sich den Winter über wenig bewegt – wenn dann plötzlich ein Wochenende im Garten gearbeitet wird, ist die Belastung für den Körper hoch“, erzählt Theresa Jaksch, Physiotherapeutin und Osteopathin bei TherapieRaum.

Wie im Garten entspannt und gesund gearbeitet werden kann, haben wir in den folgenden Tipps für Sie zusammengefasst:

Tipp 1: Die richtige Kleidung

Gartenarbeit 1Verschwitzte Shirts und kalter Wind sind Gift für unseren Körper. Empfehlenswert ist daher das altbewährte „Zwiebelprinzip“: Mehrere Kleidungsschichten übereinander isolieren und halten den Körper warm, wenn wir nach draußen kommen. Haben wir uns dann warm gearbeitet, können wir Schicht für Schicht abstreifen und genauso auch wieder anziehen, bevor wir auskühlen. Bequeme Kleidung, feste Schuhe und ggf. ein Regenschutz sind für gesunde Gartenarbeit ebenfalls sehr hilfreich.

Tipp 2: Bewegung ist Trumpf

Langes Stillstehen oder andauerndes Verharren in einer ungewohnten Position (zum Beispiel bücken oder knien) beanspruchen unseren Körper einseitig und führen zu Verspannungen. Deshalb ist Bewegung wichtig: Laufen Sie sich zu Beginn warm, bevor Sie an die schweren Arbeiten gehen, und bauen Sie zwischendurch Ausgleichsgymnastik ein: Richten Sie sich immer wieder auf, strecken Sie sich, schütteln Sie die Handgelenke aus oder dehnen Sie den Rücken.

Tipp 3: Die passenden Gerätschaften

PGartenarbeit 2assen Sie Ihr Handwerkszeug der Arbeit an: Lange Stiele, Teleskopstiele und leichtes Material entlasten den Rücken. Bei Tätigkeiten im Knien können Kniepolster oder kleine Hocker die Gelenke entlasten. Schweres Heben oder Tragen kann vermieden werden, wenn möglichst viele bewegliche Töpfe oder Kübel mit Rollen versehen werden. Nutzen Sie nach Möglichkeit einen Schub- oder Sackkarren, um schwere Dinge, wie zum Beispiel einen Sack Erde, zu transportieren.

Tipp 4: Pausen einlegen

Gönnen Sie Ihrem Körper (und Geist) Pausen. Unterbrechen Sie die Arbeit, trinken Sie ausreichend und essen Sie eine Kleinigkeit, wenn Sie Hunger haben. Bei körperlicher Belastung braucht unser Körper ausreichend Energie. Erfreuen Sie sich an der getanen Arbeit und den Ergebnissen.

Tipp 5: Zeit einplanen

Auch wenn am Anfang der Saison die Motivation besonders hoch ist: Übernehmen Sie sich nicht. Gerade nach der Winterpause, in der sportlich meist wenig getan wurde, braucht der Körper Zeit, um sich auf die neue Belastung und die Arbeit im Freien umzustellen. Bauen Sie die Tätigkeit deshalb im Idealfall langsam auf und steigern Sie die Zeit im Garten allmählich.

 

 

Fluorchinolone – Antibiotika mit schwerwiegenden Nebenwirkungen

Haben wir einen Infekt, verschreibt uns der Arzt in bestimmten Fällen ein Antibiotikum. Natürlich vertrauen wir unseren Ärzten und erwarten eine auf unsere Erkrankung abgestimmte Behandlungsweise. Aber ist dieses Vertrauen auch gerechtfertigt?

Zumindest, wenn es um bestimmte Breitband-Antibiotika mit dem Wirkstoff Fluorchinolon geht, sollten wir genauer hinschauen. Fluorchinolon-Antibiotika aus der Gruppe der Gyrasehemmer finden häufige Verwendung in Deutschland und werden hierzulande auch bei vergleichsweise harmlosen Infekten wie zum Beispiel Bronchitis, unkomplizierten Harnwegsinfekten, Otitis oder Sinusitis eingesetzt.

Wo liegt nun das Problem?

Grundsätzlich ist der Einsatz aller Antibiotika nie als potenziell ungefährlich einzustufen und sollte möglichst restriktiv geschehen. Der Wirkstoff Fluorchinolon birgt jedoch das Risiko von besonders schwerwiegenden Nebenwirkungen, die Muskeln, Gelenke, Sehnen oder das Nervensystem betreffen. Auch bleibende Schäden und Behinderungen sind nicht auszuschließen.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) informierte bereits über die potenziellen Gefahren des Wirkstoffes und forderte Ärzte auf, diese Antibiotika nur noch dann einzusetzen, wenn keine Behandlungsalternativen mehr verfügbar sind oder als sogenannte Reserveantibiotika bei antibiotikaresistenten Infektionen.

Müsse es dennoch verschrieben werden, sollten Patienten unbedingt auf mögliche Symptome dieser schwerwiegenden und möglicherweise dauerhaften Nebenwirkungen achten, wie Störungen des Gastrointestinaltrakts, Übelkeit und Diarrhö, Verwirrtheit, Halluzinationen, Psychosen, Angstattacken, neuropathische Missempfindungen („Ameisenlaufen“), Hörprobleme, Hautreaktionen, Muskel-, Gelenk- und Sehnenschmerzen etc. Falls Patienten über solche Nebenwirkungen klagen, sollte das Medikament sofort abgesetzt werden.

Und was passiert derweil in Deutschland?

Entsprechende aktuelle Sicherheitswarnungen der deutschen (BfArM) oder europäischen Überwachungsbehörden (EMA) existieren derzeit nicht. Allerdings warnt die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) vor den Fluorchinolonen und stützt sich hierbei auf den Bericht der FDA. In Deutschland sind Moxifloxacin, Ciprofloxacin, Ofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin und Enoxacin zugelassen.