Laufen Sie (sich) gesund

Mit dem Schließen der Sport- und Fitnesszentren Mitte März 2020 begann für viele Menschen das große Radeln, Wandern und Laufen in der freien Natur. Die neue Erkenntnis, für das Laufen kein Laufband zu benötigen und im Wald der Aerosol-Belastung der Umgebungsluft durch den „Corona-Virus“ zu entgehen, motivierte immer mehr Menschen zum Outdoor-Joggen.

Joggen in der Natur ist eine sehr gesunde und mental entspannende Sportart. Joggen ist jedoch auch ein Sport, der trainiert werden muss und für den körperliche Voraussetzungen vorhanden sein müssen. Der klassische Schulsport ist zumeist nicht der geeignete Ort, das Laufen technisch gut und gesund zu erlernen. Die Folge sind technische Defizite und anatomische Herausforderungen vieler Freizeitläufer, die ihnen selbst nicht bewusst sind.

Laufanfänger starten häufig im Sportfachgeschäft, absolvieren eine Laufanalyse auf dem Laufband, erwerben passendes Schuhwerk, organisieren sich vielleicht noch einen Laufplan aus dem Internet und laufen los. Doch nach Wochen oder Monaten des eifrigen Trainings tauchen immer mehr Läufer in den Praxen der Orthopäden, Physiotherapeuten und Osteopathen auf – mit den unterschiedlichsten Beschwerden des Bewegungsapparats. Kein Sportanfänger würde dagegen auf die Idee kommen, sich einen Tennisschläger zu kaufen, im Internet die Regeln zu lesen und dann auf einem Tennisplatz einfach loszulegen. Doch warum wird Joggen meist nicht als Sport angesehen, der wie jede andere Sportart erlernt werden muss, um den Körper gesund zu erhalten?

Laufen kann ein Mensch schon im frühsten Kindheitsalter. Weglaufen war in der menschlichen Evolution eine lebensnotwendige Eigenschaft. Es besteht jedoch ein fundamentaler Unterschied zwischen der Flucht vor einer Gefahr und dem ambitionierten Training für einen Marathonlauf. Die wiederholten kilometerlangen Belastungen für den Bewegungsapparat sind bei Letzterem um ein Vielfaches höher.

Joggen kann bis ins hohe Alter praktiziert werden, aber nur bei entsprechender Vorbereitung. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt gründlich untersuchen und holen Sie sich sein Ok für Ihr Vorhaben. Eine von professionellen Geräten gestützte Laufanalyse wird von vielen Sanitätshäusern angeboten und sollte zu den ersten Schritten einer glücklichen Läuferkarriere gehören. Bewegungseinschränkungen, Blockierungen und Asymmetrien im Körper können den läuferischen Erfolg reduzieren und Pathologien verursachen. Der geschulte Osteopath oder Physiotherapeut kann diese Probleme erkennen und oft auch schon behandeln. Beispielsweise wird ein einseitig blockiertes Sprunggelenk unter Belastungen immer Probleme bereiten und oft nicht nur im betroffenen Gelenk, sondern auch in den Knien, Hüftgelenken oder in der Wirbelsäule. Die meisten körperlichen Probleme, die beim Laufen auftreten, lassen sich mit gezieltem Training und wenigen osteopathischen Behandlungen beheben. Eine gezielte osteopathische Analyse der Statik und der Gelenke des Läufers kann präventiv helfen, Schaden zu vermeiden und den Spaß am Laufen langfristig zu erhalten. Nehmen Sie bei Fragen gerne Kontakt mit uns auf unter 0511 70052690.